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Risiken der Hormonersatztherapie (HET)

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Wenn all diese Beschwerden in den Wechseljahren wie Stimmungsschwankungen, Hitzewallungen und Schlafstörungen durch einen Mangel an bestimmten Hormonen ausgelöst werden, liegt es natürlich nahe, diese Hormone medikamentös dem Körper zuzuführen. Doch das ist einfacher gesagt als getan.

Ansatz der Hormonersatztherapie


In der Hormonersatztherapie werden Gestagene und Östrogene zum Ausgleich des Mangels in den Wechseljahren eingesetzt. Wie bei einem Ausfall der Schilddrüse oder der Bauchspeicheldrüse wird die mangelhafte Produktion durch die entsprechenden Hormone ersetzt. Da er sie nicht mehr selbst herstellt, werden dem Körper die Hormone des Eierstocks therapeutische zugeführt. Da die vielfältigen und oft beeinträchtigenden Symptome hauptsächlich durch diese Hormongruppen verursacht werden, verschwinden die meisten der Beschwerden in vielen Fällen recht schnell. Ist die ideale Hormondosis gefunden, können das körperliche und geistige Wohlbefinden erhalten und verbessert werden. Wird die Therapie rechtzeitig begonnen, beugt sie dem Substandverlust der Knochen vor und schützt damit eine Frau in den mittleren Jahren weitestgehend vor Osteoporose. In Kombination mit gesunder Ernährung und einem Lebensstil, der Bewegung und Entspannung fördert, sinkt das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung deutlich.

Dennoch zeigen Studien, dass der vermeintliche Gewinn mit unerwünschten Nebenwirkungen einhergehen kann. Es gilt daher genau abzuwägen, ob und welche Hormonersatztherapie in Frage kommt. Ebenso wichtig wie ein Messen des Hormonspiegels ist es, Faktoren wie Ernährung, mentale Fitness, Bewegungsverhalten, Immunsystem, Darmtätigkeit, Sexualität, körperliche Abwehrprozesse und genetisch bedingte Unterschiede in den Umbauprozessen von Hormonen zu berücksichtigen.

Obwohl die Hormonersatztherapie heute umstritten ist und mittlerweile eine Kehrtwende vom großzügigen Einsatz der Hormone stattgefunden hat, wurde sie in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur zur Linderung der Symptome eingesetzt, sondern auch schon vorbeugend und bei leichten Wechseljahrbeschwerden. Für die Frauen, die durch die Stärke der Beschwerden nicht mehr Arbeiten konnten, war die Therapie mit künstlichen Hormonen oft der einzige Weg aus der Arbeitsunfähigkeit.

Sie empfinden die rasche Wirkung der Hormonersatztherapie als Segen. Schnell sind Erfolge spürbar: Beschwerden klingen ab, sind manchmal wie weg gewischt, die hormonelle Regulation sorgt dafür, dass sich der monatliche Zyklus wieder einpendelt, die Hitzewallungen verschwinden fast komplett. Auch seelisch zeigen sich Verbesserungen: die behandelten Frauen berichten davon, sich wieder besser konzentrieren zu können, weniger nervös zu sein und klagen kaum noch über Verstimmungen und Stimmungsschwankungen. Körperlich wird der Einsatz der Hormone auch nach außen sichtbar: Die Haut ist glatter und wirkt wie auch das Haar weniger trocken.

Bei all diesen Erfolgen dürfen aber die Risiken einer Hormonersatztherapie und das Auftreten unerwünschter Nebenwirkungen nicht verschwiegen werden.

Der feine Mechanismus der zwischen Drüsen, Hormonen, ihren Zielorganen und deren Funktionen gebietet es, zunächst umfassende Untersuchungen durchzuführen. Nur so kann auf individuelle Eigenschaften der einzelnen Frauen eingegangen werden. Aufgrund der großen Zahl verschiedener Wirkstoffkombinationen und Darreichungsformen der HET-Präparate kann heute praktisch jede Frau eine Therapie erhalten, die genau auf ihre speziellen Bedürfnisse zugeschnitten ist - bei geringst möglichen Nebenwirkungen. Die nötige Dosis und Ersatztherapie muss auf die erforderlichen Gegebenheiten abgestimmt werden, um Nebenwirkungen möglichst zu vermeiden.

 

 



                     
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