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Wechseljahre - das Leben ändert sich

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Dank des medizinischen Fortschritts und der längeren Lebenserwartung liegen die Wechseljahre heute in der Mitte des Lebens. Sie sind der Wechsel in ein neues Lebensgefühl. Oder anders gesagt: Nach Abschluss der Wechseljahre beginnt noch ein volles Drittel des Lebens.


Bewegung


Sport in jeglicher Form sollte unbedingt auf die Liste gehören, denn er stärkt nicht nur das allgemeine Wohlbefinden, sondern schützt auch vor Krankheiten, beispielsweise am Herz-Kreislaufsystem. Gezieltes Beckenbodentraining kann sogar unwillkürlichen Harnabgang und Blasenschwäche lindern.

Bewegung an der frischen Luft ist Fitness für Leib und Seele. Ob Walking, Spazierengehen, Schwimmen oder Yoga: Jede Bewegung ist besser als keine. Seelische Verstimmungen bis hin zu Depressionen lassen sich durch Sport bekämpfen und selbst Schlafstörungen werden durch Sport einige Stunden vor dem Schlafengehen gelindert.

Sport und Bewegung haben eine mehrfach positive Wirkung zur Osteoporoseprävention. Sie regen durch Druck- und Zugbelastung den Stoffwechsel des Knochens an, er steigert seinen Mineralstoffgehalt und wird so stabiler. Geeignete Sportarten sind beispielsweise Wandern, Schwimmen, Radfahren, Gymnastik oder angemessenes Krafttraining. Osteoporose-Patienten sollten sich von ihrem Arzt bei der Wahl ihrer Sportart beraten lassen und mit einer Physiotherapie individuell trainieren.

Eine trainierte Muskulatur vermindert das Risiko, einen Knochenbruch zu erleiden. Koordination, Beweglichkeit und Körpergefühl werden durch Sport gestärkt, so dass Unfall –und Verletzungsgefahr sinken. Im Fall eines Falles können sich trainierte Menschen leichter abfangen und verletzen sich weniger häufig.

Welche Sportart die richtige ist, hängt immer auch mit den persönlichen Vorlieben zusammen. Wegen der sozialen Kontakte ist aber immer einer Gruppensportart der Vorzug zu geben. Frauen über 60 bevorzugen beispielsweise Gymnastik, Walken oder Schwimmen, Männer geben Radfahren, Kegeln oder Tischtennis den Vorzug.

Wandern, Bergwandern und Walking bieten gutes aerobes Ausdauertraining. Sie sind in der Regel gelenkschonend - bergauf mehr als berab - sollten aber nicht bei großen Gelenkproblemen, wie schweren Arthrosen oder neurologischen Problemen wie Lähmungen ausgeübt werden. Sportmediziner empfehlen den Einsatz von zwei Lauf- oder Walkingstöcken.

Joggen bietet ebenfalls gutes Ausdauertraining, sollte aber vor allem von Ungeübten nie ohne Pulsmesser betrieben werden. Es ist nicht empfehlenswert, wenn bereits Gelenk- oder Rückenprobleme aufgetaucht sind. Für Anfänger ist der Start in einer gleichwertigen Gruppe von Vorteil, denn erfahrungsgemäß ziehen sich mehrere Läufer gegenseitig weiter und sind ehrgeiziger.

Schonendes und doch effektives Kreislauftraining bieten Aqua Jogging, Aquafit und Wassergymnastik. Wichtig sind eine gute Instruktion und das anfängliche Training in der Gruppe als Kurs.

Das Schwimmen ist gutes Training für Kreislauf und Bewegungsapparat. Rückenschwimmen ist ideal bei Rückenproblemen und muskulären Verspannungen. Die Wassertemperatur sollte allerdings nicht unter 20 Grad sein. Ideal sind 25 bis 28 Grad.

Eine beliebte Sportart ist das Radfahren, denn es kann täglich für kleinere Einkäufe und Erledigungen eingesetzt werden. Es trainiert Herz- und Kreislauf und ist so gutes Ausdauertraining. Als Schutz bei Stürzen sind Helm und Handschuhe wichtige Utensilien. Hilfreich ist es auch, wenn ein Fachmann Sattel und Lenker auf die ideale Sitzposition einstellt. Dann kann Radfahren auch bei Hüft- und Knieproblemen eine sportliche Alternative sein. Wetterunabhängig fährt es sich beim Spinning und Indoor-Cycling.

Ob Skilanglauf, Skiwandern oder Inline-Skaten: sie bieten gutes Training für Kreislauf und Bewegungsapparat, aber der richtige Bewegungsablauf ist äußerst wichtig. Zum Erlernen der Technik sind Kurse sehr empfehlenswert. Natürlich darf hier nicht an der Ausrüstung und vor allem an der Sicherheit gespart werden.

Ideales Training für Muskelstärkung auch in sehr hohem Alter bietet das Krafttraining. Es hat auch auf Beweglichkeit, Stoffwechsel und Kreislauf positiven Einfluss, wenn es richtig ausgeführt wird.

Reiten, Rudern und Tennis sind wegen des Verletzungsrisikos nur bedingt geeignet und ungünstig für Neueinsteiger.

Neben dem Sport ist die Entspannung ein wichtiger Punkt. Wo und wie diese Entspannung ihren Raum findet, ist individuell verschieden. Möglichkeiten bieten Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training, die zugleich einen positiven Effekt auf Körper und Psyche ausüben. Wenn Sie voller Elan ihre Ziele verfolgen, muss die entstandene Spannung durch bewusste Entspannung wieder abgebaut werden.

 

 

 

 



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